Der Open Document Standard

Die OpenOffice.org-Gemeinschaft stellte fest, dass der Bedarf an einem wirklich offenen Standardformat für Office-Dokumente immer mehr zunimmt. Die Anwender erkennen zunehmend, dass sie nicht in erster Linie in ein Programm investieren, sondern in ihr eigenes geistiges Eigentum in Form von Textdokumenten, Tabellen und Datenbanken. Von dieser intellektuellen Investition kann man auf Dauer nur dann profitieren, wenn diese Daten in einem herstellerunabhängigen, offenen Dokumentenformat gespeichert werden.

OpenDocument wurde am 30. September 2005 an die ISO, die International Standards Organization, zur Anerkennung als ISO-Standard eingereicht.

1.Mai 2006: Die 'International Standards Organisation' (ISO) hat heute das von OpenOffice.org Software (Word Prozessor Dokumente, Tabellenkalkulationen, Präsentationen, Grafiken etc.) erzeugte OpenDocument Standard Datei Format bestätigt, das nun weltweit zum Speichern von Dateien verwendet werden kann.
Zum ersten Mal in der Computergeschichte werden die Benutzer der Software eine Garantie dafür haben, dass sie ihre Daten jetzt und in Zukunft mit jedem anderen Softwarepaket bearbeiten können, das konform zu diesem Standard ist.

Die OpenOffice.org Office Suite entspricht zur Gänze dem neuen ISO/IEC Standard 26300 (und hat schon seit Version 2.0 das OpenDocument Format unterstützt, das dessen Grundlage darstellt). Das Projekt hat die Welt dazu gebracht, einen neuen Weg einzuschlagen.

Anmerkung von Simon Phipps, Chief Open Source Officer bei Sun Microsystems:

"Die Freie Software/OpenSource Bewegung erlebt heute das Erreichen eines Meilensteins. Eine Innovation, hier bei OpenOffice.org gestartet, ist nun überprüft und angenommen sowie als internationaler Standard etabliert worden.
Wir haben nun einen Standard für leistungsfähige Dokumente, der auch von Regierungen anerkannt wird, die in der Regel ISO Zertifikate verlangen."

Louis Suarez-Potts, OpenOffice.org Community Manager, schreibt:

"Die Anerkennung durch die ISO sorgt für gleiche Wettbewerbsbedingungen und verdeutlicht auch, was auf dem Spiel steht:
Ihr geistiges Eigentum und Ihr Recht auf den Gebrauch innovativer Software.
Die Bedeutung des Open Standard liegt nicht nur in der Befreiung Ihres Eigentums aus der Geiselhaft der Firma, die Ihre Anwendung herstellt, sondern auch darin, dass ständig neue Anwendungen, Erweiterungen und neue Wege, Dinge zu tun, geschaffen werden können. Die User gewinnen.

Die Zeit ist jetzt, die Werkzeuge sind da, die Freiheit gehört Ihnen."

Das OASIS OpenDocument Technical Committee sorgt in einem transparenten Prozess mit seinem Engagement dafür, dieses Format zu erweitern, zu verbessern und an künftige Anforderungen anzupassen. Die Mitgliedschaft in diesem Komitee steht jedermann offen, genauso wie jeder Anwender und Entwickler von OpenDocument sich jederzeit über den Stand der Entwicklung informieren und eigene Beiträge leisten kann.

"Document Freedom Day"

Am 26.03.08 hat zum ersten Mal der "Document Freedom Day" stattgefunden. Er soll dazu dienen ein Zeichen für freie Dokumente und offene Standards zu setzen. Gleichzeitig sollen den Anwendern die Vorteile freier Dokumente und offener Standards vermittelt werden.

Aktueller Termin:

Die noch in der Entstehung befindliche Seite des Document Freedom Days ist unter www.documentfreedom.org erreichbar. Prominente Unterstützer sind u.a. SUN Microsystems, IBM, die Free Software Foundation Europe (weitere finden sich unter documentfreedom.org/Who).

Wer mithelfen will sollte sich auf die Orga-Liste einschreiben:
www.uebelhacker.de/mailman/listinfo/flosshh und im Chatchannel mitdiskutieren: irc://irc.freenode.org/flosshh